Herzlich Willkommen

 

Die Rätische Vereinigung für Familienforschung RVFF wurde am 24.April 1999 gegründet. Sie vereinigt heute rund 100 an der Vergangenheit der eigenen Familie, an Genealogie, Geschichte und Kultur interessierte Personen im Kanton Graubünden, dem grenznahen Rheintal, dem Fürstentum Liechtenstein, im Kanton Tessin und einige abgewanderte Heimwehbündner.

Die RVFF bietet ihren Mitgliedern ein interessantes, abwechslungsreiches Programm mit acht bis zehn Veranstaltungen pro Jahr. Dem Vortrag über einen vergessenen Bündner Porträtmaler oder über die Ausbreitung einer Prättigauer Familie über den halben Erdball folgt vielleicht die Führung durch ein denkmalwürdiges Dorf des Albulatals oder der Ausflug ins vordere Safiental. Die Geschichte des Schlosses Marschlins und der vom Fachmann begleitete Gang durch die Churer Pulvermühle bereichern das Programm ebenso wie die Besichtigung des Frauenkulturarchivs Graubünden oder der Stiftung Capauliana.

Ein zweimal pro Jahr erscheinendes Mitteilungsblatt orientiert die Mitglieder der RVFF über das Veranstaltungsprogramm. Die Zusammenstellung Nützliche Hinweise enthält die Liste der von Mitgliedern bearbeiteten Geschlechter, Adressen der wichtigsten Institutionen und Adressen der Archive.

Ist Ihr Interesse geweckt? Hier finden Sie die Beitrittserklärung

Das aktuelle Mitteilungsblatt 74 Januar 2025

Terminkalender nächste Veranstaltungen

Alle Anlässe unserer Vereinigung sind öffentlich. Nehmen Sie Ihre Angehörigen, Freunde und Bekannten an unsere Veranstaltungen mit, Gäste sind immer willkommen.

Samstag 28.02.2026

Christoph Luzi: Klosters – vom Walserdorf zum Hollywood on the Rocks
14:00 - 16:00
  • Typ
    Allgemein
  • Ort
    VaBene
  • Text

    «Zuhinterst im Tale lebt ein grober, unflätiger wüster Menschenschlag … Von einem Besuch dieses Tales wird abgeraten», heisst es in einem Reisebericht aus dem 19. Jahrhundert. Gemeint ist Klosters respektive die Klosterserinnen und Klosterser. Diese wenig schmeichelhafte Beschreibung entstand zu einer Zeit als die Wege und Strassen im Prättigau mehr Hindernis als Zugang darstellten und die empfehlenswerten Unterkünfte äusserst rar waren. Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden Fremdenverkehr, wie der Tourismus zeitgenössisch genannt wurde, veränderte sich die Welt im hinteren Prättigau, wie kaum je zuvor oder danach. Bald schon wurde Englisch und Französisch parliert, Stars und Sternchen aus Film, Theater, Kunst und Kultur gaben sich im «Hollywood on the Rocks» die Klinke in die Hand und etwas später erklärte der heutige König Charles Klosters zu seinem bevorzugten Winterferiendomizil.

    Klosters entwickelte sich im 20. Jahrhundert vom agrarisch-geprägten Walserdorf zum international renommierten Tourismusort. Das Referat spürt diesen grossen gesellschaftlichen Umwälzungen nach und fragt nach der Rolle von Bildern und Erzählungen bei der Entstehung der touristischen Traumfabrik Klosters, wo aus Vorstellungen reale Werte geschaffen werden.

    Dr. Christoph Luzi ist in Klosters aufgewachsen und hat an der Universität Luzern Kulturwissenschaften studiert und in Geschichte promoviert. Heute arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Walservereinigung Graubünden und ist Leiter der Fachstelle Kultur in Davos.

    Christoph Luzi

Samstag 28.03.2026

26. Hauptversammlung + Rätus Fischer: Die Familie Fischer von St. Antönien
14:00 - 16:00
  • Typ
    Allgemein
  • Ort
    VaBene
  • Text

    Wir starten mit der Hauptversammlung anschliessend Vortrag von Rätus Fischer.

     

    Wie viele andere zu jener Zeit hat sich Johann Peter Fischer 1811 in St. Antönien-Rüti eingekauft. Die Herkunft der Fischer aus Norddeutschland, und vieles mehr aus der Geschichte der Familie, ist dokumentiert in der Familienchronik. Mein Vater Rudolf Fischer hat sie mit dem Genealogen Ernst Alther verfasst und im Druck herausgegeben. Damit es nicht nur um Namen, Jahrzahlen und Quellen geht, möchte ich etwas weiter ausholen und anekdotenweise berichten, was ich selber über die letzten vier Generationen weiss. Wie hinter jedem Glied des Stammbaums eine Lebensgeschichte steht, geformt durch den Zeitgeist, durch Weltereignisse und persönliche Lebensumstände.

    Rätus Fischer wuchs zuerst im Zürcher Oberland auf und lebte ab dem fünften Lebensjahr in Flawil. Nach der Elektronikerlehre und dem Agronomiestudium an der ETH mit dem Doktorat in Bio-Landbau lebte er fast dreissig Jahre in den USA. 2008 der Umzug mit seiner amerikanischen Frau zurück in die Schweiz nach Flawil SG. Seine Heimat Graubünden hat ihn jedoch nie losgelassen, die Verbundenheit mit seiner Herkunft blieb bis heute.

    Rätus Fischer

Freitag 24.04.2026

Besichtigung des Stadtarchiv Chur
14:00 - 16:00
  • Typ
    Allgemein
  • Ort
    Hofgraben 3 Chur
  • Text

    Nach über 550 Jahren hat letztes Jahr das Stadtarchiv das Rathaus verlassen und ist in den Neubau am Hofgarten 3 umgezogen. Nebst dem Staatsarchiv und dem Bischofsarchiv ist das Stadtarchiv in der Region eines der bedeutendsten historischen Archive. Bereits seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es Projekte, das Archiv aus dem Rathaus zu zügeln. Im Jahr 2025 wurde es nun Tatsache.  Im Archiv werden nicht nur Dokumente der Stadt gesammelt, sondern es umfasst auch Unterlagen aus der ganzen Region. Darunter Gemeinde-, Kreis- und Privatarchive von Familien, Unternehmen und Vereinen.  Das älteste Dokument stammt aus dem Jahre 952.

    Wir werden uns um 14 Uhr direkt im Archiv treffen, dort erhalten wir eine Führung von der Stadtarchivarin Katarzyna Mathis.

    Urs Schocher

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